8-Monats-Gespräch mit dem Feuerpferd: Lektionen und Beschwerden

Zwischenfazit: Das Jahr des Feuerpferds

Erinnerst du dich noch an den Anfang des Jahres, als der Hype um das „Jahr des Feuerpferds“ losging? In meiner lokalen Unternehmer-Netzwerkgruppe führen wir nach 7 Monaten ein Zwischengespräch: Läuft die Jahresmitgliedschaft so, wie wir sie uns vorgestellt haben? Und wo können wir noch nachsteuern? Ganz ähnlich musste ich in den letzten Wochen immer wieder an dieses Feuerpferd denken, das im Februar zum chinesischen Neujahr mit so großen Erwartungen an den Start gegangen ist. Wie geht es dir jetzt nach 8 Monaten in deiner „Feuerpferd-Jahresmitgliedschaft“?

Ich persönlich finde die Entwicklung dieses Jahr rasant und aufregend und anstrengend, geradezu furchteinflößend und verheißungsvoll zugleich. Das Feuerpferd galoppiert durch alle Strukturen und Routinen, die eigentlich schon lange nicht mehr stabil sind. „Business as usual“ gibt’s nicht mehr. Nicht im Kopf, nicht im Herzen. Und auch nicht an der Zapfsäule oder der Wahlurne.

Aber das Spannende ist: Es ging noch nie so schnell, dass wir uns weiterentwickeln können. Jede(r) von uns ganz individuell, und auch im kollektiven Bewusstsein.

Anfangen können wir jedoch immer nur bei uns selbst. Eine meiner Lehrerinnen, Tracee Stanley, hat deshalb ergänzend zur Meditation immer gern eine Frage gestellt, die uns sehr zielsicher an unsere nächste Entwicklungsschwelle bringt:

Von welcher Lektion hast du es satt, dass du sie in deinem Leben scheinbar immer wieder lernen musst? 

Gibt es etwas, das du in ähnlicher Form immer wieder zu erleben scheinst? Die gleiche Eigenart, die immer wieder zum Streit führt? Ein negativer Glaubenssatz, der sich scheinbar immer wieder bestätigt? Eine Verhaltensweise – an dir oder anderen Menschen – die dich immer wieder ärgert? 

All dies hält dir einen Spiegel vor und lädt dich ein, genauer hinzuschauen:

Worüber beschwerst du dich immer wieder?

Aber das Feuerpferd gibt sich nicht mit Hinschauen zufrieden. Es hat keine Geduld mehr für Gejammer, sondern brennt alle Ausflüchte weg. Es fordert dich (und ja, mich auch) auf, ehrlich zu sein:

Kannst du nicht endlich etwas dagegen tun, statt dich nur zu beschweren? 

Oder wenn es tatsächlich außerhalb deiner Kontrolle liegt, kannst du deine innere Haltung dazu verändern?

In diesem Jahr bin ich mal wieder sehr dankbar für meine Meditation. Sie hilft mir, mich bei diesem wilden Galopp im Sattel zu halten. Sie gibt meiner Entwicklung eine Richtung. 

Und ich bin absolut überzeugt, dass Meditation unerlässlich ist, damit das Feuerpferd am Ende nicht einfach nur verbrannte Erde hinterlässt, sondern genau die innere Alchemie befeuern kann, die unserem höchsten Wohl dient. Jetzt haben wir noch Zeit für Kurskorrekturen. Nächstes Jahr wird die Welt anders aussehen.

Vielleicht geben die Fragen oben auch dir eine Richtung. Allein diese Selbstreflexion kann schon viel in Gang setzen. Wenn du tiefer gehen möchtest, sei gern bei einem der nächsten Meditationskurse dabei – melde dich einfach hier für meinen Newsletter an, um keine Termine zu verpassen.


Stefanie Seher Porträt

Hi, ich bin Stefanie!

Ich unterrichte Yoga und Meditation und schreibe hier darüber, wie du mehr Verbindung, Tiefe und Erfüllung in deiner Praxis finden kannst – und wie du all das in deinen eigenen Unterricht einfließen lassen kannst.


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