Dein Entspannungsnest: Hilfsmittel für Yoga Nidra und Tiefenentspannung

Stefanie Seher; bereit für Savasana (mit Lavendel-Augenkissen aus der Toskana)

Yoga Nidra und geführte Tiefenentspannungen wirken vor allem dann nachhaltig, wenn sich der Körper sicher, warm und gut unterstützt fühlt. Sobald etwas drückt, kalt wird oder Spannung hält, bleibt auch die Erholung oberflächlich. Dieser Artikel ist eine praktische Anleitung, wie du dir ein wirklich bequemes „Entspannungsnest“ einrichtest. Du erfährst, welche Hilfsmittel sinnvoll sind, wie du sie einsetzt und warum es sich lohnt, dem Bedürfnis nach Komfort hier gezielt Raum zu geben.

Welche Hilfsmittel brauchst du für eine Entspannungspraxis oder Yoga Nidra?

Geführte Tiefenentspannungen oder der „yogische Schlaf“ (Yoga Nidra) werden für gewöhnlich in der Rückenlage praktiziert. Da die Übungen unterschiedlich lange dauern können, ist es wichtig, dass der Körper es für die gesamte Zeit warm und bequem hat.

  • Du kannst auf deine Yogamatte eine zusätzliche Decke (oder gleich mehrere) legen, damit es von unten weicher und wärmer ist.
  • Leg dir ein großes Kissen oder eine Yogarolle unter die Kniekehlen. Das entspannt den Rücken, wenn du länger liegst.
  • Leg dir ein flaches Kissen unter den Kopf, damit der Nacken lang bleiben kann.
  • Achte darauf, dass du ausreichend warm angezogen bist und dich zudeckst. In der Entspannungsübung kühlt der Körper herunter – und wenn du dann anfängst zu frieren, ist es mit der Entspannung auch schon wieder vorbei.
  • Du kannst dir ein dünnes Tuch über die Augen legen, wenn du in einem hellen Raum übst. Ein gefülltes Augenkissen hingegen ist nur bei kurzen Entspannungseinheiten (bis 10 Minuten) zu empfehlen. Bei längeren Übungen ist es besser, auf dieses zusätzliche Gewicht auf den Augen zu verzichten.
  • Wenn du Brillenträgerin bist, leg am besten auch die Brille ab.

In diesem Video habe ich dir weitere Tipps und Hilfsmittel zusammengestellt, damit deine Entspannungs- oder Yoga-Nidra-Einheit wirklich erholsam wird. Dabei sei hinzugesagt: Das, was ich dir in dem Video zeige, ist das absolute Minimum! Du darfst mit deinen Hilfsmitteln weit darüber hinausgehen und so viele Decken, Kissen etc. hinzunehmen, wie es für dich angenehm ist. 

Stefanie Seher zeigt Hilfsmittel für Yoga Nidra
Zwei Decken und zwei Kissen sind das absolute Minimum für Entspannungsübungen und Yoga Nidra.

Du kannst auch das Licht ausschalten oder eine sanfte Beleuchtung wählen und generell auf eine angenehme Raumatmosphäre achten. Dazu habe ich sogar eine auf „Healing Design“ spezialisierte Innenarchitektin interviewt – ihre Tipps zur Raumgestaltung findest du hier.

Das „Entspannungsnest“ ist nicht nur für den Körper – sondern auch für den Kopf!

Deine Entspannungs- oder Yoga-Nidra-Einheit ist nicht einfach ein weiterer Punkt auf deiner To-do-Liste – sondern eine Einladung, es dir gemütlich zu machen und rundherum gut gehen zu lassen. Und zwar auch im Alltag. Nicht nur ausnahmsweise, wenn du im Urlaub oder auf einem Retreat bist. 

Was geht in dir vor, wenn du das liest?

Eine regelmäßige Entspannungspraxis zu haben, konfrontiert uns mit allerlei Glaubenssätzen. Häufig denken wir, wir müssten uns Erholung erst „verdienen“ oder „erarbeiten“.

Das alte Sprichwort „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ist kulturell so in unserem kollektiven Gedächtnis verankert, dass wir sofort ein schlechtes Gewissen bekommen: Denn irgendwie scheint all das, was wir tagtäglich leisten, trotzdem nicht „genug“, um uns einfach so hinzulegen, auszuruhen und nach innen zu wenden, oder?

Eine Entspannungspraxis oder Yoga Nidra verändert unser Leben deshalb auf verschiedenen Ebenen:

Forme neue Glaubenssätze: Erholung ist kein seltener Luxus mehr!

Erholung ist das Fundament, auf dem Wohlbefinden und Gesundheit entstehen – und das Höchstleistungen und Erfolg erst möglich macht. Wenn du es so betrachtest: 

Wie einladend kannst du dein Entspannungsnest gestalten?
Welche Hilfsmittel würden es noch bequemer und gemütlicher machen?

Lass dich von diesen Fragen leiten und erschaffe dir ganz bewusst ein Erholungsritual, das negative Glaubenssätze überschreibt.


Stefanie Seher Porträt

Hi, ich bin Stefanie!

Ich unterrichte Yoga und Meditation und schreibe hier darüber, wie du mehr Verbindung, Tiefe und Erfüllung in deiner Praxis finden kannst – und wie du all das in deinen eigenen Unterricht einfließen lassen kannst.


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