Wie viel Übersinnliches ist ok?

Fledermäuse am Himmel in der Dämmerung, Schriftzug: Was ist eigentlich "übersinnlich"?

So, die Zeitumstellung haben wir wieder hinter uns. Die dunkle Jahreszeit ist offiziell angekommen und Halloween steht auch schon in den Startlöchern. Zeit für eine wichtige Frage: Glaubst du eigentlich an Übersinnliches? Ich behaupte: Ja, das tust du. Auch wenn du die Frage gerade mit Nein beantwortet hast. Lass mich erklären. 

„Übersinnlich“ bedeutet einfach nur: Da ist etwas, das wir mit unseren menschlichen Sinnen nicht erfassen können.

Ein simples Beispiel: Zugvögel können die Linien des Erdmagnetfelds wahrnehmen und orientieren sich daran auf dem Flug gen Süden. Während manche Menschen sogar mit Google Maps Schwierigkeiten haben, die nächste Bushaltestelle zu finden. Stellst du es infrage, dass die Sinneswahrnehmung vieler Tiere deine eigene übersteigt? Vermutlich nicht.

Ebenso kannst du dir bestimmt mit viel Faszination und wenig Zweifel vorstellen, dass sich Fledermäuse über Ultraschall orientieren. Das Echo ihrer Ultraschall-Rufe hilft ihnen, im Flug sicher durch die Dunkelheit zu navigieren, Hindernissen auszuweichen und Insekten zu orten. Diese Laute sind für das menschliche Ohr nicht hörbar.

Oder anders ausgedrückt: übersinnlich.

Wie kommt es, dass wir bei solchen Beispielen problemlos daran glauben? Und uns in anderen Zusammenhängen vehement von Übersinnlichem distanzieren?

Ich habe eine Theorie:

Welche Auswirkung hat es auf dich, dass Zugvögel das Erdmagnetfeld wahrnehmen oder dass Fledermäuse jeden Abend mit Sonar durch den Garten cruisen? Richtig: keine. Diese Art von Übersinnlichem ist überschaubar und „sicher“, weil sie in keinem Zusammenhang mit deinem Leben steht.

Wenn wir aber die Idee weiterdenken, dass wir eigentlich nur einen klitzekleinen Ausschnitt der Realität mit unseren Sinnen erfassen, dann kann es ziemlich unheimlich werden. Die Vorstellung, dass wir vielleicht noch von anderen unsichtbaren, unhörbaren Dingen oder Wesen umgeben sind … das ist der Stoff, aus dem Horrorfilme gemacht werden, oder?

Deshalb bestehen wir gerne darauf, dass all die übersinnlichen Spukgeschichten genau das sind: Geschichten. Wie kleine Kinder, die sich vor Angst die Augen zuhalten, denn:

„Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht.“

Gleichzeitig könnte sich eine völlig neue Welt eröffnen, wenn wir unsere Wahrnehmung nur ein kleines bisschen erweitern. Denn vieles, was dort auf uns wartet, ist alles andere als gruselig. Zum Beispiel können auch Menschen lernen, sich wie Fledermäuse per Echo zu orientieren: Es gibt Blinde, die per Zungenschnalzen durch die Stadt navigieren – nicht weil sie ein besonderes Superorgan hätten, sondern weil sie ihre Aufmerksamkeit entsprechend trainiert haben.

Warum wir von unseren Fähigkeiten im Alltag so wenig merken? Unsere Sinne sind eigentlich nur gedrosselt:

  • entweder betäubt durch die ständige Reizüberflutung, sodass feinere Signale nicht (mehr) durchkommen
  • oder eingeschränkt, weil vermeintlich Übersinnliches nicht mit unserem Weltbild, unserer Erziehung oder unserem Bedürfnis nach Sicherheit zusammenpasst

Und wenn wir den Gedanken noch ein Stück weiterdenken: Die Erweiterung der Wahrnehmung ist nichts anderes als der Weg der „Erleuchtung“. Und weil eine plötzliche komplette Offenbarung uns überfordern würde, gehen die allermeisten von uns diesen Weg schrittweise.

Genau das passiert, wenn wir unsere Meditationspraxis vertiefen: Die Wahrnehmung wird feiner, ob wir wollen oder nicht. Eine Begleiterscheinung ist häufig eine treffsichere Intuition. Eine innere Stimme, die uns auf unserem individuellen Lebensweg besser leitet als der Rat anderer Menschen oder so manche „Best Practices“.

Und Intuition ist dabei übrigens noch der bodenständigste Nebeneffekt. Ich bin ehrlich: Mit manchem, was mir auf meinem Weg begegnet, tue ich mich auch noch schwer, obwohl ich schon jede Menge unglaubliche Erlebnisse mit Energie, Mantra, Meditation & Co. hatte. Ich sage auch nicht, dass du ab sofort alles fraglos glauben sollst. Aber ich lade dich ein:

Erkunde deine „Wahrnehmungs-Präferenzen“

Denn der Ausschnitt der Welt, der sich dann eröffnen kann, wird ein bisschen farbenfroher, beseelter – und du stellst fest, dass du auf viel mehr Dinge Einfluss hast, als du denkst.

  • Welche Dinge möchtest du nicht sehen, weil sie nicht mit deiner Komfortzone vereinbar sind? (Da gibt es sicher auch ein paar „innere Schreckgespenster“ …)
  • Welche Vorteile könnte es haben, wenn deine Wahrnehmung ein bisschen feiner und deine Sinne ein bisschen schärfer wären?

Neugierig? Lass uns persönlich darüber sprechen, wie du mit Meditation die Verbindung zu deiner Wahrnehmung und deiner Intuition stärken kannst. Buche dir hier ein kostenloses Kennenlerngespräch. Ich freue mich auf dich!


Stefanie Seher Porträt

Hi, ich bin Stefanie!

Ich unterrichte Yoga und Meditation und schreibe hier darüber, wie du mehr Verbindung, Tiefe und Erfüllung in deiner Praxis finden kannst – und wie du all das in deinen eigenen Unterricht einfließen lassen kannst.


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