Protest liegt in der Luft. Überall formiert sich Widerstand, und oft aus guten Gründen. Aber hast du schon mal darauf geachtet, welche Worte dabei fallen? Und was diese Worte mit dir machen? Spoiler: Frieden beginnt nicht auf der Straße, sondern ein ganzes Stück weiter innen. Und dabei ist Meditation noch viel wirkungsvoller, als man auf den ersten Blick meint.
Sprache formt Energie
Wie wir etwas sagen, ist nicht egal. Sprache trägt nicht nur Energie, sondern formt sie. Etwas in Worte zu fassen, ist ein schöpferischer Akt. Stell dir vor, du hast dir ein wirklich ehrgeiziges Ziel gesetzt. Wie fühlt es sich an, das laut gegenüber anderen Menschen auszusprechen? Dann steckt plötzlich deutlich mehr Energie drin, das auch wirklich umzusetzen, als wenn du einfach nur im stillen Kämmerlein vor dich hin träumst, oder?
Im Englischen gibt es die schöne Formulierung „to speak it into existence“, wenn etwas durch Sprache ins Leben gerufen wird. Noch viel universeller heißt es in der Bibel im Johannesevangelium: „Am Anfang war das Wort“ – Sprache als Beginn der Schöpfung.
Was erschaffen wir also mit unseren Worten?
Mit welcher Energie erschaffen wir unsere Realität, wenn wir nur gegen etwas sind? Wenn wir protestieren? Wenn sich unsere Wortwahl auf Widerstand konzentriert?
Im besten Fall fühlt es sich an wie eine trotzige Teenagerphase. Wenn ich mich an meine eigene Teenagerzeit erinnere, kann ich das deutlich spüren. Ich war damals großer Fan der Band „Die Ärzte“. Die hatten sogar einen kompletten Song („Rebell“ von 1999) nur für diese Protesthaltung! Darin hieß es immer wieder: „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür. Ich bin dagegen, ich bin nicht so wie ihr.“ Das klingt vielleicht zum Schmunzeln, aber wenn wir uns die aktuellen Entwicklungen anschauen, sehen wir eine größere Tragweite.
Spür hinein, wie sich das anfühlt
Wie ist es also bei Protestaktionen oder Demonstrationen „gegen Gewalt“, „gegen Krieg“, „gegen Ungerechtigkeit“, „gegen Sparmaßnahmen“? Lass die Worte einmal auf dich wirken. Die Formulierungen verstärken genau die Energie, die wir doch eigentlich nicht wollen. Denn wir fokussieren uns auf die Schwingung von Gewalt, Ungerechtigkeit, Mangel.
Es geht mir hier nicht um die Intention oder die Beweggründe hinter den Aktionen, sondern ich möchte dich für die Macht der Sprache sensibilisieren. Protest hat seinen Platz. Aber in dem Moment, wo du nur noch im Widerstand bist, begibst du dich selbst in eine niedrigere Schwingung. Statt Weite und neuen Möglichkeiten entsteht Enge. Beobachte mal, wo du das im Körper spüren kannst.
Eine klare Entscheidung FÜR etwas
Ganz ehrlich: Manchmal ist es leichter zu sagen, was wir nicht wollen. Es erfordert viel mehr Bewusstsein, konkret zu benennen und aktiv zu erschaffen, was wir stattdessen wollen. Und oft kann dann das Missverständnis entstehen, wir müssten schon alle Antworten und Lösungen haben.
Wenn wir uns nun aber aktiv für den Frieden aussprechen, bedeutet das nicht, dass wir morgen im Alleingang den Nahostkonflikt lösen müssen. Allerdings dürfen wir uns entscheiden, unsere Energie in ein „Für“ zu investieren, statt in ein „Gegen“.
Wie im Innen, so im Außen
Hier hilft ein Blick auf das tantrische Weltbild, das besagt: Alles ist Energie. Und unsere äußere Welt ist ein Spiegel unserer inneren Welt. Was wir also sehr wohl tun können, ist, in uns selbst eine Atmosphäre des Friedens zu kultivieren.
- Wenn du in dir ruhst, lässt du dich dann schnell in einen Streit hineinziehen?
- Wenn du selbst im Frieden bist, macht es dich dann aggressiv, wenn dir jemand den Parkplatz vor der Nase wegschnappt?
Vermutlich nicht. In vermeintlich kleinen Alltagsdingen kannst du ziemlich deutlich einen Zusammenhang beobachten, wie sich dein innerer Zustand auf äußere Entwicklungen auswirkt: zuerst auf deine Reaktion und dann darauf, wie die Interaktionen mit anderen sich entwickeln.
Und je mehr Menschen mit ihrem inneren Frieden beginnen, desto mehr positive Veränderungen werden wir auch in der Welt sehen.
Friedensmeditation: Viel mehr als Hoffen und Wünschen
Dieser Frieden kann mit einer bewussteren Wortwahl beginnen. Oder auch damit, dass wir uns auf die Energie des Friedens ausrichten, zum Beispiel durch Meditation. Und dies kommt nicht nur uns selbst zugute.
Wenn Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu meditieren, dann hat dies sogar Auswirkungen auf die kollektive Energie in ihrer Umgebung. Dieser sogenannte Maharishi-Effekt wurde in mehreren Studien untersucht, die nahelegen: Wenn große Gruppen von Menschen gemeinsam meditieren, dann sinken in der jeweiligen Stadt die Kriminalitätsraten, Gewalttaten und Unfälle.
Meditation ist also keineswegs passiv, sondern hat einen energetischen Effekt auf uns und auf die Menschen, die uns umgeben – auch wenn diese selbst nicht meditieren.
EIRENIA – eine Bewegung für inneren und äußeren Frieden
Umso mehr freue ich mich, jetzt auch Meditationen für EIRENIA anzubieten. Diese Plattform wurde von Andreas Zettel in Kempten gegründet und schafft einen Rahmen für Online- und Offline-Events, in dem Menschen einander wirklich begegnen.
Andreas’ Motivation ist: „Frieden geschieht nicht allein. Er wächst in Bewegung. Wir sehen eine Welt, in der Frieden kein Ideal mehr ist – sondern eine gelebte Realität.“
Die meisten Events auf EIRENIA sind kostenfrei bzw. auf Spendenbasis. Hier findest du das aktuelle Veranstaltungsprogramm, einschließlich Online-Meditationen mit mir.
Lass uns gemeinsam meditieren, damit die Vision und die Energie des Friedens immer mehr Einzug halten – bei uns selbst, in unseren Heimatorten und darüber hinaus.


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