Wenn du zu den Menschen gehörst, die manchmal nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ leben, dann sage ich dir heute: Das ist aus Sicht der weisen Yogis gar nicht so abwegig! Hättest du jetzt nicht gedacht, oder?
Die yogische Art von Vertrauen, Shraddha, ist kein blinder Glaube. Und es ist auch kein theoretisches Konzept.
Sondern es ist ein Vertrauen, das wir eingeladen sind, auf den Prüfstand zu stellen. Indem wir die Wirkung unserer Praxis am eigenen Leib erforschen. Ein Vertrauen, das aus Wissen UND aus jeder Menge eigener Erfahrung entsteht.
Einer meiner Lehrer hat irgendwann mal diesen Satz gesagt, der meine eigene Praxis schon seit Jahren prägt:
„Du musst dein eigener Crashtest-Dummy sein.“
Das heißt: Ausprobieren. Üben. Erfahrung sammeln. Überprüfen. Dranbleiben und weiterforschen, auch wenn es mal nicht klappt. Lernen, was funktioniert.
Crashtest-Dummys schaffen Vertrauen
Zu Beginn dürfen wir zwar mit einem kleinen Vertrauensvorschuss in unsere Meditationsreise starten – wenn wir noch keine eigenen Erfahrungen gesammelt haben und vielleicht eine Empfehlung von begeisterten Freunden oder Kollegen den Ausschlag gibt, Meditation doch einmal auszuprobieren. (Deshalb findest du auf meinem Blog auch Erfahrungsberichte und Case-Studies.)
Auch Studien, die Meditation und Achtsamkeit eine positive Wirkung bescheinigen, und gute Lehrer, die den Weg selbst gehen, sind ein wunderbarer Vorschuss. Zu echtem Vertrauen, Shraddha, wird er jedoch erst, wenn nicht nur der rationale Verstand sagt, dass da etwas dran sein muss.
Wirklich tiefes Vertrauen entsteht, wenn wir diese Gewissheit und damit einhergehend ein Gefühl von Sicherheit auch ganz real im Körper spüren – weil wir die Wirkung unserer Praxis so deutlich erleben.
Dreh den Vertrauens-Dimmer langsam auf
Das funktioniert nicht mit einer einzigen Meditation. Für die meisten von uns ist Meditation kein Kippschalter, der auf Knopfdruck das Licht anknipst. Selbst wenn wir wie in der Vishoka Meditation einen klaren Weg haben, der uns früher oder später dorthin führt.
Vertrauen aufzubauen ist ein Prozess. Stell ihn dir eher wie einen Dimmer vor, mit dem du warmes, goldenes Licht nach und nach immer strahlender aufdrehst. Du entwickelst Vertrauen durch beständiges Üben und wiederholtes echtes Erleben, dass deine Praxis wirkt.
Dadurch kannst du in so manchen Lebensbereichen Stress und Druck wieder abgeben. Und so schließlich irgendwann die erholsame Erfahrung machen: Vertrauen ist gut. Und ganz so viel Kontrolle gar nicht immer nötig.


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